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TATARENHUTESSEN
Die Herkunft des Tatarenhutes
Ein Tatarenhut ist ein besonderes Fonduegerät, das in der Form dem
traditionellen Hut der Tataren, dem legendären Reitervolk der Mongolen,
nachempfunden ist. Ein Tatarenhut ist aus hitzebeständigem Material wie
Stahlblech oder Schmiedeeisen und besteht aus einem kegelförmigen Hut,
der sich unten in eine am Rand hochgezogene Saftrinne verbreitet. Die
unermüdlich umherziehenden zentralasiatischen Reitervölker waren
Meister einfachen Kochkunst. Viele führten einen Stahlblechkegel, besetzt
mit spitzen Stahlzungen, mit sich. Dieser wurde bei Rastpausen über die
Glut der Lagerfeuer gestülpt und so erhitzt. Auf die Stahlspitzen wurden
dann die Fleischstücke gespießt und so gebraten. Der Kegel war an der
Unterseite nach oben gebogen, wodurch eine Art Krempe entstand, in
welcher sich aromatisches Fett und Knochenmark sammeln konnte. In
dieser Rinne, einer kräftigen Fleischbrühe ähnlichen, Sud wurden Beilagen
und Gemüse gegart.
Diese alte Art des „Mongolischen Barbecue“ wurde nun in Form des
bekannten Tatarenhutesssens wiederbelebt. „Tatar“ leitet sich aus dem
griechischen Wort „Tartaros“ ab und bedeutet „der aus der Hölle kommt“.
Und Hitze und Glut sind auch Teil des Geheimnisses, saftige Fleischstücke
oder hauchdünnes Rinderfilet auf äußerst schmackhafte Art zuzubereiten.